Wenn die Schutzmaßnahme zur Belastung wird

Häusliche Quarantäne

Derzeit ist ein Großteil der Bevölkerung gezwungen zu Haus zu bleiben. In Zeiten von Selbst-Quarantäne und social distancing heißt das auch dass man allein mit dem Partner oder der Familie, ohne Außenkontakte "eingesperrt" ist. Zumindest fühlt es sich für viele so an. Auch wenn man einen Spaziergang oder den wöchentlichen Einkauf dazu nutzen kann etwas Abstand zu bekommen ist man jetzt doch in einer Ausnahmesituation. Fast über Nacht wurde uns der gewohnte Alltag genommen. Schnell kommt es zu Langeweile oder gar Konflikten. Speziell wenn auch Kinder betroffen sind.
Dies stellt für alle eine hohe mentale und psychische Belastung dar. Es kann zu Schlafstörungen, innerer Unruhe oder sogar Depressionen kommen.

Wir haben ein paar nützliche Tipps für Sie zusammengetragen wie Sie gut durch die Quarantäne und Pandemie kommen.

Psychische Belastung

Feste Strukturen

An oberster Stelle steh einen festen Tagesrhythmus  festzulegen und auch einzuhalten. Stehen Sie zur gleichen Zeit auf und gehen Sie möglichst auch festen Zeiten zu Bett. Mahlzeiten planen und zu festen Uhrzeiten essen. Sind Kinder mit im Haushalt ist es wichtig für diese Strukturen zu schaffen. Legen Sie Zeiten fest in denen Schulaufgaben gemacht werden und unterstützen Sie wenn nötig die Kinder dabei. Genauso wichtig ist es dann auch Aktivitäten zu planen.

In Bewegung bleiben

Ist man gezwungen einen Großteil des Tages in der Wohnung zu verbringen wird man schnell zum Couchpotato und die körperliche Bewegung kommt ins stocken.

Sitzende Tätigkeiten und Bewegungsmangel können sich negativ auf Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität der Menschen auswirken.

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einige Tipps veröffentlicht, mit denen wir in dieser Zeit physisch aktiv und mental fit bleiben können. Die WHO empfiehlt 150 Minuten moderater bzw. 75 Minuten intensiver körperlicher Betätigung pro Woche für Erwachsene oder eine Kombination aus beiden.

Mit einem kleinen Spaziergang kann man schon viel ausrichten. Man kommt aus dem Haus und an die frische Luft, das belebt und gibt neue Energie.

Darüber hinaus kann man sich, je nach Bedarf und körperlichem Befinden auf verschiedene Übungen konzentrieren.

Sind Sie im Homeoffice tätig ist es wichtig öfter kleine Pausen einzulegen. Strecken Sie sich, stehen Sie auf und laufen herum. Auch in kleinen Räumen können Sie während eines Telefonats aufstehen oder auf der Stelle gehen. Möchten Sie sich entspannen und eventuell auch Angstzustände bekämpfen oder ihnen vorbeugen empfehlen wir Autogenes Training. Hier erfahren Sie alles was Sie über diese Art der Entspannungsübung wissen sollten sowie den richtigen Umgang mit den Übungen.

Yoga kann ebenfalls eine Alternative sein. Yogaübungen verfolgen zumeist einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper, Geist und Seele in Einklang bringen soll. 

Was ebenfalls helfen kann wenn Sie sich gestresst und körperlich unausgeglichen fühlen ist -progressive Muskelentspannung nach Jacobsen-. Dabei werden nacheinander die einzelnen Muskelpartien in einer bestimmten Reihenfolge zunächst angespannt, die Muskelspannung wird kurz gehalten, und anschließend wird die Spannung gelöst.

Fitness Zuhaus

Auf das körperliche Wohl achten

Richtige und vor allem ausgewogene Ernährung ist ein sehr wichtiges Thema. Egal ob Selbst-Quarantäne oder Homeoffice, Stress ist momentan unabwendbar. Da ist Vitaminreiche Kost das A und O. Gleichzeitig stärkt das natürlich das Immunsystem was jetzt wichtiger ist denn je. Essen Sie eher Fett- und Kohlenhydratarm, das beschwert unnötig und man fühlt sich schlapp.
"Viel Obst und Gemüse. Gern auch als Saft. Das ist wichtig für einen klaren Kopf, falls man im Homeoffice sitzt oder mit den Kindern Schulaufgaben machen muss." So unsere Mitarbeiterin Anke Hädicke. "Viel trinken ist sowieso wichtig, da darf es auch gern ein Tee sein. Mit Bachblüten oder Passionsblume, das bessert gleichzeitig das Befinden bei nervlicher Belastung."
Nutzen Sie die Mahlzeiten Zubereitung direkt als Familienbeschäftigung.

Kontakte pflegen

Es fehlen Alltagsroutinen, sozialer und körperlicher Kontakt zu anderen, Menschen sind traurig, teilweise nervös. Menschen sind soziale Wesen und auch wenn es den ein oder anderen unter uns gibt der sich über die Zeit zuhaus freut, spüren andere eher negative Auswirkungen. Wer im Homeoffice ist oder gar in Quarantäne, kann sich mit Freunden und Familie zum Telefonieren oder zur Videotelefonie verabreden. Auch Chats oder Onlineforen helfen gegen die Einsamkeit.
Tauschen Sie Ihre Gedanken mit anderen aus, manchmal wirkt das schon befreiend.

Dauerstress und negative Einflüsse

Es gibt einige Mittel, vor allem auf pflanzlicher bzw homöopathischer Basis die Ihnen helfen wenn Sie innere Unruhe oder gar Angstzustände verspüren. "Neurobalance!" Sagt Anke Hädike ist das Stichwort. Die Pharmazieingenieurin erklärt: "Neurobalance gibt es als Tee, Saft oder als Tonikum. Es enthält die Ashwagandha Wurzel, diese gilt als "natürlicher Stresskiller" und bringt die Gedanken und das Wohlbefinden ins Gleichgewicht." Die vielseitige Pflanze ist im deutschsprachigen Raum unter den Namen Schlafbeere, sowie Winterkirsche bekannt. Die Pflanze soll - laut Ayurveda-Medizin - denjenigen, der sie verzehrt, stark und leistungsfähig werden lassen. 

Es hört sich abgedroschen an, aber versuchen Sie positiv zu denken. Viele denken an Ihren gebuchten Urlaub der nun storniert werden muss, an Geburtstage die man nicht gemeinsam verbringen kann. Einige kämpfen gar mit Existenzängsten. Begrenzen Sie bewusst den täglichen Medienkonsum. Informationszufluss auf fest gelegte Zeiten und seriöse Quellen beschränken.

Sie können Ihren Kopf nicht ausschalten und Sie beschäftigen sich immer wieder mit den selben Gedanken?
Machen Sie eine Liste. Schreiben Sie auf was Sie beschäftigt. Es reicht schon wenn Sie nur Stichpunktartig festhalten was Sie beschäftigt. Das können Sie auch in Ihre Routine mit einfließen lassen. Nehmen Sie sich jeden Tag 10 Minuten oder eine halbe Stunde dafür Zeit. So können Sie sich selbst sagen, wenn wieder negative Gedanken kommen "Das habe ich alles notiert, ich brauch jetzt nicht daran denken." und Sie können sich wieder auf andere Dinge konzentrieren.

Wir raten dazu, die Zeit mit Dingen, die einem gut tun, zu füllen. Denken Sie darüber nach was Ihnen Spaß macht und Sie ablenkt. Gehen Sie in den Garten oder pflanzen Sie neue Blumen auf dem Balkon ein. Schauen Sie Ihre Lieblingssendung, lesen Sie das Buch was schon so lang im Regal auf Sie wartet, probieren Sie neue Rezepte aus oder spielen Sie vielleicht einfach mal wieder ein Brettspiel.

Gelassen im Homeoffice

Guter Schlaf ist wichtig

Sie fühlen sich erschöpft und wollen lieber im Bett bleiben? Das kann allerdings die Erschöpfungszustände begünstigen und führt zur Zunahme der Depressionsschwere. Auch früher als gewohnt ins Bett gehen ist nicht ratsam. Hier gilt ebenfalls, feste Tagesstrukturen.

Lässt das Gedankenkarussell Sie nicht einschlafen empfehlen wir Ihnen zum Beispiel Lasea®, dies ist ein pflanzliches Arzneimittel aus einem speziellen Lavendelöl. Dank der wertvollen Inhaltsstoffe hilft es auf ganz natürlichem Wege gegen innere Unruhe, Angstgefühle und daraus resultierenden Schafstörungen.

Eine weitere Empfehlung gibt Anke Hädicke für Düfte. Ja, Düfte. Aromatherapie um genauer zu sein. Duftlampen verdunsten und verdampfen die Aromen aus Kräutern und Ölen. "Halten wir uns den ganzen Tag in der Wohnung oder im Haus auf, ist dicke Luft buchstäblich vorprogrammiert. Es gibt die typischen Duftlampen, mit einer kleinen Wasserschale und einem Teelicht und die elktrische Variante." Weiter sagt sie: "Eine tolle Alternative ist der sogenannte "Aroma Stream". Es werden lediglich ein paar Tropfen Öl auf ein Vlies gegeben. So funktioniert er ohne Wasser oder Wärme. Perfekt auch für Familien mit kleinen Kindern."

Für jede Tageszeit und jede Stimmung gibt es ein passendes Öl. Steht eine wichtige Aufgabe im Homeoffie an gibt es beispielsweise das "Wach & Klar" Öl das die Konzentration fördert. Zum Abend, sollen alle zur Ruhe kommen gibt es ein "Schlafgut"-Öl. Wichtig hierbei ist aber natürliche Öle zu verwenden, keine synthetischen! Wir beraten Sie gern individuell zu diesem Thema in unseren Roland Apotheken.

Abschließend wollen wir noch einmal erwähnen dass Sie Ihre persönliche Routine finden müssen, mit der Sie am besten zu Recht kommen. Schaffen Sie sich eine Wohlfühlatmosphäre in Ihrer Wohnung. Jetzt heißt es nicht die liegengebliebene to-do Liste endlich abzuarbeiten und sich unter Druck zu setzen weil man ja "Zeit hat". Für alle ist es eine seltsame und schwierige Zeit. Finden Sie Ihren eigenen Weg für sich erst einmal mit der Situation umzugehen. 

 

Hier finden Sie noch einige hilfreiche Nummern und Links. 

Die Telefonberatung der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) steht Ihnen kostenlos unter 08002322783 zur Verfügung.

 

→ Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar unter folgenden Rufnummern: 08001110111 oder 08001110222.

 

→ Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat eine Corona-Hotline eingerichtet. Diese richtet sich an Menschen, die durch die Corona-Krisensituation psychisch belastet sind. Täglich von 8:00 - 20:00 Uhr unter 08007772244 erreichbar, kostenlos und anonym.

 

→ Die Nummer gegen Kummer:
• für Kinder und Jugendliche: 116111 (Montag-Samstag von 14-20 Uhr)
• für Eltern: 08001110550 (Montag-Freitag von 9-11 Uhr, Dienstag & Donnerstag von 17-19 Uhr)

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